Neuer WLAN Standard bringt Geschwindigkeitsupgrade

Der neue 802.11ac Standard setzt das Ende der Fahnenstange auf bis 6.933 Mbit/s – ein echter Geschwindigkeitsschub. Ermöglicht wird dies durch Erweiterung der Kanalbreite (statt 20 MHz wie bisher können nun bis zu 160 MHz genutzt werden), besserer Modulation und Erweiterung der sogenannten MIMO-Technologie. Diese war die letzte Revolution in der Funktechnologie. MIMO (Multiple Input, Multiple Output) hat erstmals räumliche Datenströme ermöglicht und die Geschwindigkeit extrem in die Höhe getrieben. Bei drei Antennen sind es derzeit bis zu 450 Mbit/s oder mit vier sind sogar 600 Mbit/s möglich. Die EU stellt einen solch großen Frequenzbereich jedoch nur im 5 Ghz-Bereich zur Verfügung. 5150 bis 5350 MHz (Kanal 36 bis 64) und 5470 bis 5725 MHz (Kanal 100 bis 140) und auch hier müssen die Geräte besondere neue Techniken vorweisen können damit es mit der Funkverbindung klappt. Im Bereich von 5,6 GHz funken beispielsweise Wetterradare. Mit dynamischer Frequenzselektion (DFS) müssen hier individuell bestimmte Frequenzen gemieden werden und auf andere Kanäle ausgewichen werden. Als weitere Technik kommt TPC (Transmit Power Control) zum Einsatz. Um andere Hochgeschwindigkeits-WLANs und andere Geräte, die in diesem Bereich funken nicht zu beeinträchtigen wird eine flexible Sendeleistung benötigt. Wenn also eine ideale Funkstrecke zwischen zwei Devices besteht kann die Sendeleistung hier reduziert werden