IEEE legt Grundsteine für neue WLAN-Standards

Auf einer Tagung des Gremiums im November wurde der Standard 802.11ac für den bereits erste Produkte angekündigt und lieferbar sind genehmigt und verabschiedet.

Kaum ein Bereich der IT Branche macht in den letzten Jahren so kontinuierliche Technologiesprünge wie die Funkvernetzung. Nach dem Touchscreen Computer wie iPads oder Smartphones das Marktgeschehen vor allem im Privatbereich dominieren und eine schier explodierende Zahl an neuen Clients auf den Tisch legen ist dies auch bitter nötig.

 

Goodbye veraltete Technik

Dabei schafft es das IEEE Gremium nach wie vor eine Abwärtskompatibilität zu gewährleisten. So ist es nun immer noch technologisch möglich den 15 Jahre alten 802.11b (maximale Geschwindigkeit 11 MBit/s brutto) mit modernen Geräten über ein Netzwerk zu betreiben. Und genau dies soll nun abgeschafft werden, so sind sich die meisten Mitglieder einig. Der Grund versteckt sich in der Übertragungsart DSSS (Direct Sequence Spread Spectrum) welche zum Aufbau schneller WLAN-Netze eher störend wirkt.

 

Räumliche Geschwindigkeit

Die Study Group High Efficiency WLAN kurz SG HEW schlägt eine neue Berechnung der Geschwindigkeit für WLAN-Netze vor: So soll diese nun in Zukunft räumlich gemessen werden als flächenbezogener Datendurchsatz: Bit/s/m². Die Idee dahinter ist, den „gefühlten Datendurchsatz“ am Client realistischer darzustellen.

Eine weitere Arbeitsgruppe präsentiert erste Analysen mit deutlich vergrößerten MIMO-Arrays im 60-GHz WLAN 802.11ad. Bisher sind nur drei bis vier Antennen üblich, nach aktuellem Stand der Technik wären jedoch zumindest theoretisch bis zu 32 Antennen realisierbar.

Mit einem solchen Technologiesprung klingen langfristig Übertragungsgeschwindigkeiten von 100 Gbit/s als nicht unrealistisch. (mn)