Cisco legt Unified Standards zusammen

Der kalifornische Netzwerktechnologiehersteller Cisco stellt mit "Cisco UA" (Unified Access) eine neue Strategie zur Vereinheitlichung sämtlicher Netzwerktypen vor. So werden kabelgebundene, Funk- aber auch VPN-Netzwerksegmente zur einer einheitlich administrierten Umgebung zusammengeführt.

Das daraus resultierende Gerät der "Cisco Catalyst 3850" Switch welcher den ebenfalls neuen "Cisco 5760 Unified Access" WLAN Controller integriert hat, verbindet LAN und WLAN in einem Gerät. Das Gerät ist in zwei Varianten mit einer Gesamtbandbreite von bis zu 480 GBit/s Bandbreite erhältlich. Neben einer 48 GbE-Port-Variante steht noch eine kleinere mit 24 Ports zur Auswahl. Beide Geräte unterstützen das hauseigene Stacking-Verfahren mit Power over Ethernet Plus (PoE+) Technologie sowie "Flexible Netflow" für intelligentes Trafficmonitoring.

Der 5760 UA Controller glänzt laut Cisco mit 60 GBit/s Kabeldurchsatz. Insgesamt können bis zu 1.000 Access Points verwaltet werden bzw. bis zu 12.000 Clients pro Controller. Durch das Verbinden mehrerer Controller ist hier ein nahtloses Roaming von bis zu 72.000 Access Points möglich. Ebenfalls unterstüzt werden N+1-Clustering und Multiple LAG. Auch wird der Controller durch Flexible Netflow unterstützt.

Im gleichen Atemzug wurde auch die neue Version 1.2 der ISE (Identity Services Engine) vorgestellt. Cisco verspricht eine verbesserte Integrations von MDM-Lösungen (Mobile-Device-Managment). Hiermit ist es beispielsweise nun möglich Regeln für automatische Zugangskontrollen auch nach unterschiedlichen Devices anzulegen. Somit ist eine einfachere -sichere- Integration von Fremdgeräten (z.B. iPhone des Mitarbeiters) in das Firmennetzwerk möglich.

Die Verwaltungslösung Prime Infrastructure erfährt entsprechend das Update auf Version 2.0 und unterstützt nun alle Unified-Access Lösungen. Das Tool beinhaltet das komplette Netzwerkmanagement aufgeteilt in Prime Network Control System (NCS; verantwortlich für das WLAN), Prime LAN Management (LMS, verantwortlich für das drahtgebundene Netzwerk) und Prime Aussurance Manager (PAM; Tool zum Performancemonitorung und Troubleshooting).

Mit Cisco One PK stellt Cisco zusätzlich noch ein neues Developer-Kit vor, mit sich alle hauseigenen Netzwerkgeräte aus einer SDN-Anwendung steuern lassen. Dies soll hauptsächlich den Einsatz in so genannten Multi-Vendor-Cloud-Umgebungen vereinfachen. Mit der UA-Struktur möchte Cisco die Vereinheitlichung von unterschiedlichen Netzwerken zu einer einheitlichen und sicheren Struktur vereinfachen.

Sowohl Switch und Controller als auch Prime und ISE sind ab sofort verfügbar.

Quelle: http://newsroom.cisco.com/press-release-content?type=webcontent&articleId=1132715